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Advent - Weihnachtsgebäck
Das Wort Advent ist aus dem lateinischen «Adventus» abgeleitet und bedeutet
«Ankunft». Gemeint ist damit die festlich begangene Zeit der Vorbereitung
und Erwartung der Ankunft Christi. Die vier Adventsonntage weisen symbolisch
auf die 4000 Jahre hin, die die Menschheit auf die Ankunft des Erlösers
warten mußte. Mit Kerzen, Adventskalendern, Adventskränzen und Liedern wird
die lange Wartezeit auf Weihnachten verkürzt und mit Weihnachtsgebäck
versüsst. Weihnachtsgebäck gehört bei uns zu Weihnachten wie der Tannenbaum,
das Christkind und die Krippe.
Weihnachstgebäck ist meistens ein süßes Gebäck mit verschiedenen
weihnachtlichen Gewürzen, die entweder mit Formen ausgestochen, aufgespritzt
oder von Hand geformt werden.
Der Basler rühmt sich für seine Brunsli, der Churer ist stolz auf seine
Zimtsterne und aus dem Aargau sollen die besten Änis-Chräbeli kommen. Aber
woher kommen bloss die Mailänderli? Die entsprechenden Nachschlagewerke
halten sich darüber meist bedeckt. Allerdings existiert in Mailand
tatsächlich eine traditionelle Biscuitspezialität aus Mürbeteig. Diese wird
aber mit Mandeln und kandierten Früchten hergestellt und gilt auch nicht
speziell als Weihnachtsgebäck. Es liegt aber nahe, dass die Schweizer
Mailänderli eine festliche Adaption dieser Biscuits sind. Und da kandierte
Früchte in der Schweiz, im Gegensatz zu Italien, keinen hohen Stellenwert
geniessen, wurden diese schlicht weggelassen.
Auch in der Adventszeit oft hergestellt wird der Lebkuchen, ein Gebäck, das
meist mit Honig an Stelle von Zucker gesüßt wird. Dazu enthält der Lebkuchen
eine Reihe exotischer Gewürze (Zimt, Nelken, Anis, Kardamom, Koriander,
Ingwer, Muskat), die ihm seinen besonderen Geschmack geben. Oft werden
Lebkuchen mit Schokoladenguss oder Puderzuckerguss überzogen.
Weitere, zum Teil regional unterschiedliche Weihnachtgebäcke sind
Früchtebrot, Birnenbrot und der italienische Panettone.
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